Großes Sommercamp mit ausländischen Gästen

„Hier ist Atmosphäre ganz anders als bei uns“, sagt der 10-jährige Lette Aleksis Kiselovs, der sonst an der Fußballschule Leevon in Riga trainiert. Vor allem gefällt ihm beim Fußballcamp des Greifswalder FC und Anstoß Vorpommern, das in der vorletzten Sommerferienwoche im Greifswalder Volksstadion stattfand, wie ruhig und verständnisvoll die 13 ehrenamtlichen Trainer auf die Kinder eingehen. Ohne Hektik. Und das merkt man, wenn man über die Trainingsplätze hinweg schaut, auf denen die 85 Camp-Kinder fleißig üben und trainieren. Es ist eine gewissenhafte Struktur zu erkennen.

Auf dem ersten Viertel des Jugendplatzes trainiert Torben Neumann, der sonst bei den B-Junioren des GFC kickt, mit seiner Gruppe Passvarianten. Dahinter verbreitet GFC-Nachwuchstrainer Holger Kelm mit lustigen Wettbewerbsspielen gute Laune unter den kleinsten Teilnehmer, die erst 6 und 7 Jahre alt sind. Gleich daneben zeigt die 16-jährige Leichtathletin Lea Pavilian ihren Schützlingen mit viel Geduld die Grundübungen des Lauf-ABC‘s. Bei Kniehebelauf, Seitensprüngen und Steigerungslauf klappt nicht immer alles gleich perfekt, aber es macht den Kids sichtlich Spaß und eine positive Entwicklung ist zu erkennen. Auf dem letzten Viertel des Platzes wird „gezockt“. Es steht schon 5:1 für das Team mit den Laibchen. Nach einem Schubser entscheidet Schiedsrichter Hannes Lange, der gelassen an der Außenlinie steht und nur selten eingreifen muss, auf Strafstoß. Es gibt keine Diskussionen mit dem A-Junioren des GFC. Die Kinder nehmen seine Entscheidung ohne Murren hin und der Übeltäter entschuldigt sich brav. 6:1.

Ein ähnliches Bild ist auf dem zweiten Trainingsplatz zu sehen. Hier bestimmen vor allem die Spieler der ersten Herrenmannschaft des Greifswalder FC das Trainingsgeschehen mit den älteren Kindern, unter denen sich auch die sechs lettischen Fußballer befinden. Maxim Banaskiewicz freute sich mit seinen Teamkollegen über die gute Integration der Gäste: „Sie waren sehr motiviert, haben sich gut durchgesetzt und alle haben sich verbessert.“ Für Aleksis aus Riga war es auf jeden Fall eine gelungene Abwechslung. Er hat neue Tricks gelernt und ganz nebenbei auch noch etwas von der Hansestadt Greifswald gesehen.

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